Taucher bergen Bauzäune: Brücke: Arbeiten erneut eingestellt - 90 Bürger protestieren

Waltrop Die Nachricht erreichte unsere Redaktion am Donnerstagmittag, ein paar Stunden, bevor rund 90 Nachbarn und Betroffene der Endlos-Brückenbaustelle am Schiffshebewerk ihrem Ärger im Rahmen der Hauptausschusssitzung im Rathaus Luft machten: Seit Gründonnerstag stehen die Arbeiten an der Brücke wieder still. Warum? Das weiß selbst der Bauherr, das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Duisburg-Meiderich, nicht.

  • Hebewerkbrücke

    Die Dauer-Brückenbaustelle am Schiffshebewerk. Foto: Martin Behr

„Auch zu unserem Unmut haben wir vom Auftragnehmer keine Infos darüber bekommen, warum die Arbeiten eingestellt wurden“, sagt Elena Schäfer, beim WSA Arbeitsgruppen-Leiterin Brückenbau. Ebenso habe man keine Informationen erhalten, wann die Arbeiten fortgesetzt werden.

WSA versichert, sein Möglichstes zu tun

Eine mehr als unbefriedigende Situation, auch für das WSA, wie Elena Schäfer versichert. Man tue alles, damit es an der Brücke so schnell wie möglich weitergeht – und zwar auch mit Blick auf die Betroffenen, für die es teilweise um Existenzen geht. „Sie können versichert sein, dass uns das bewusst ist“, sagt Elena Schäfer.

Ein paar Arbeiten gab es dieser Tage dann doch. Ein Taucher-Team hat laut WSA am Donnerstag Bauzäune (u.a.) aus dem Wasser gefischt, die bei dem letzten Sturm von der Brücke ins Wasser gefallen waren.

Am Freitag berichten wir ausführlich von den Bürger-Protesten, die es am Donnerstagabend im Rathaus gab. Als ersten Schritt, das WSA unter Druck zu setzen, hat der Hauptausschuss beschlossen, nun den Bundesrechnungshof einzuschalten. Auch darüber berichten wir ausführlich. 
14 KOMMENTARE
26.04.19 20:11

schnelle prakiable Aktionen

von Oberwieserin

Ich denke die Stadt muss weiter daran arbeiten einen Hebel zu finden, die Verantwortlichen vom WSA zum handeln zu bewegen bzw. zwingen. Es ist eine Baustelle im Stadtbezirk von Waltrop, dadurch ist das Ortnungsamt räumlich zuständig und in der Pflicht. Die Baustelle stellt eine Gefahr für die Stadt und die Einwohner dar. Die Infrastruktur des ÖPNV ist unverhältnismäßig lang lahmgelegt. Anwohnern, Schülern u. Gewerbetreibenden werden für unverhältnismäßig lange Zeit, große Umwege zugemutet die Zeit und Geld kosten. Das Aushängeschild der Stadt Waltrop, der Schleusenpark mit dem Museum wird durch die schlechte Verkehrsanbindung, die die Baustelle mit sich bringt stark in ihrer Funktion eingeschränkt.

Alles Ansätze die Möglichkeiten für die Stadt eröffnen tätig zu werden.

26.04.19 19:26

... stehen die Arbeiten ... wieder still. Warum? Das weiß selbst ... das WSA nicht.

von Boemmel

Es ist doch offensichtlich das es keine vernünftige Projektkommunikation zwischen den Beteiligten mehr gibt. Wo sind denn unsere kompetenten Lokal-Politiker? Warum duckt sich hier jeder weg und nimmt sich dieses Themas nicht an?
Bei einem so wichtigen Infrastrukturprojekt könnte man sich doch endlich mal richtig profilieren.

26.04.19 21:05

Die

von Momo

FDP hat sich jetzt um diese Schlamperei gekümmert siehe gestrige Ausschusssitzung.

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