Worauf es bei einer Baufinanzierung ankommt

Die eigene Wohnung oder das eigene Haus - in vielen Fällen stellt der Kauf einer eigenen Immobilie die größte Investition im Leben dar. Genau deshalb ist es wichtig, dass man im Vorfeld zahlreiche Informationen einholt, um am Ende keine bösen Überraschungen erleben zu müssen. Denn die Finanzierung der Immobilie erstreckt sich oft über ein bis zwei Jahrzehnte - Fehler wären also durchaus fatal.

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Auf die Nebenkosten achten
 
Genau deshalb beginnt alles mit dem Finanzierungsplan. Das heißt, der Kaufpreis wird dem aktuellen Eigenkapital gegenübergestellt - die Differenz, die sodann entsteht, muss mittels eines Kredits gedeckt werden. Doch zu glauben, dass man nur auf den reinen Kaufpreis achten muss, wäre fatal: Zu beachten sind auch die anfallenden Nebenkosten - so etwa die Grunderwerbsteuer, die Kosten für den Makler (Provision), die Gerichts- wie auch die Notarkosten. Am Ende lassen die Nebenkosten den Kaufpreis um rund 10 Prozent nach oben klettern.
 
Höherer Eigenkapitalanteil sorgt für bessere Konditionen
 
Je höher der Eigenkapitalanteil, desto besser die Lage des potentiellen Kreditnehmers, wenn es um die Verhandlung der Konditionen geht. Denn auch wenn im Vorfeld eine niedrige monatliche Rate vorhergesehen ist, so ist es am Ende der oftmals von der Bonität abhängige Zinssatz, der von Seiten der Bank angeboten wird und entscheidet, wie hoch die monatliche Rate tatsächlich wird. Für die Orientierung können sie auch selbst zu Hause bei Baufi24 die Ratenhöhe berechnen. Der Baufinanzierungsrechner ermittelt Ihnen alle nötigen Informationen wie die Summe der Zinsen oder die Laufzeit der Baufinanzierung.
 
Punktet man also mit einem Eigenkapitalanteil in Höhe von 20 Prozent, sodass einmal die Nebenkosten ziemlich sicher mit dem Ersparten gedeckt werden können, wird es auch von Seiten der Bank ein attraktives Angebot geben. Natürlich kann man sich auch für eine Vollfinanzierung entscheiden, sofern der Eigenkapitalanteil zu gering ausfällt. Die Vollfinanzierung ist jedoch wesentlich teurer - einerseits muss eine höhere Summe aufgenommen werden, sodass sich die Laufzeit verlängert, andererseits werden bei einer Vollfinanzierung nicht die besten Konditionen angeboten.
 
Nominal- oder Effektivzinssatz?
 
Im Zuge des Kreditvergleichs ist es ratsam, wenn man sich zu Beginn mit dem Nominal- und dem Effektivzinssatz befasst. Beim Nominalzins handelt es sich um jene Summe, die als Leihgebühr verstanden werden kann. Im Effektivzinssatz stecken hingegen weitere Beträge - so etwa mögliche Bearbeitungsgebühren und sonstige Spesen. Wer also wissen will, ob der Kredit teuer oder günstig ist, sollte auf den Effektivzinssatz achten.
 
Gibt es von Seiten des Staats eine Unterstützung?
 
Auch der Staat kann im Zuge der Verwirklich eines Eigenheims hilfreich zur Seite stehen. Einerseits durch die Verbesserungen wie Erweiterungen bei der Riester-Rente - in diesem Fall können die angesparten Mittel, sofern das Rentenalter erreicht wird, zur Gänze entnommen und für die Tilgung des Kredits genutzt werden. Das heißt, die Rente wird in der Auszahlungsphase kapitalisiert und für die Abschluss- oder Sondertilgung genutzt. Andererseits gibt es auch Kredite der KfW - der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Der Vorteil? Deren Zinsniveau liegt deutlich unterhalb des Niveaus der Geschäftsbanken wie Sparkassen.
 
Nicht auf die Rücklagen vergessen

Zu beachten ist aber, dass es zusätzliche Kosten geben kann, die zu jeder Zeit anfallen können - so etwa, wenn man Renovierungsarbeiten vornehmen muss. Aus diesem Grund ist es ratsam, wenn nicht das gesamte Ersparte verwendet wird, wenn es darum geht, das Eigenkapital in die Höhe zu treiben. Empfehlenswert ist, wenn  die Immobilienbesitzer Rücklagen in Höhe von rund 10.000 Euro haben, auf die jederzeit zugegriffen werden kann.