Wohnen: Nur wenn Brennholz richtig gelagert wird, kann gut angefeuert werden

An kalten Tagen gibt es kaum etwas Schöneres als ein knisterndes Kaminfeuer. Lodernde Holzscheite sorgen für wohlige Wärme und eine entspannte romantische Atmosphäre.

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  • Foto: djd/Oskar Designmanufaktur/Sebastian André Kruthoffer

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  • Foto: djd/Hornbach Baumarkt

Wer einen Kaminofen besitzt, muss allerdings einigen Aufwand betreiben, bevor er regelmäßig Feuer entfachen kann. Denn eine beachtliche Menge Holz muss fachgerecht gelagert werden. Das bedeutet in erster Linie: trocken. Ist das Holz noch feucht, sinkt seine Heizleistung. Zudem kann es zu Schimmelbildung kommen.

Feuchtigkeitswert muss bei 20 Prozent liegen
Im deutschen Bundes-Immissionsschutzgesetz ist festgelegt, dass Holz bei der Verbrennung lediglich einen Feuchtigkeitswert von 20 Prozent haben darf. Holzscheite mit höheren Messwerten müssen weiter getrocknet werden, um die Bildung umweltbelastender Abgase zu verhindern. Experten empfehlen, schon vom Händler vorgetrocknetes Holz zu verwenden und es am besten in einer trockenen Garage oder einem Schuppen mit kleinen Zwischenräumen locker aufeinander zu stapeln.

Während dieser Lagerung sollte das Holz nach Möglichkeit bereits gespalten sein. Denn aufgrund der vergrößerten Oberfläche und einem geringeren Anteil feuchtigkeitsführender Rinde, trocknen die Scheite durch die zikulierende Luft schneller und können eher verfeuert werden. Um den Kamin jederzeit anzünden zu können, ist es sinnvoll, im Wohnzimmer direkt neben dem Kamin einen gewissen Holzvorrat bereitzuhalten.



Sowohl für den Transport als auch für die Aufbewahrung werden gern Körbe oder Tragen verwendet. Für größere Mengen Brennholz werden Wagen benutzt. Neben Modellen aus Metall sind auch zunehmend nachhaltige Produkte aus Buchen-Sperrholz gefragt.

Aufbewahrung von Holz im Wohnraum
Anders als in der Garage oder im Schuppen muss die Aufbewahrung von Kaminholz im Wohnraum
neben funktionalen häufig auch ästhetischen Ansprüchen genügen. Häufig sind die praktischen Helfer regelrechte Designobjekte, die im Raum gestalterische Akzente setzen.

Wer selbst schlägt, sollte einiges beachten
An kalten Tagen gibt es kaum etwas Schöneres als ein knisterndes Kaminfeuer. Lodernde Holzscheite sorgen für wohlige Wärme und eine entspannte romantische Atmosphäre.

Neben der optischen Wirkung eines Kaminofens wird die Wärme als besonders angenehm empfunden. Zusätzlich sprechen eine ganze Reihe von Sachargumenten für das Heizen mit Holz: Das Naturmaterial ist in unseren waldreichen Regionen (noch) in ausreichender Menge vorhanden und wächst permanent nach. Warum also nicht selber schlagen?

Schlägt man das Holz selbst, kann man obendrein Geld sparen. Fast alle Forstämter bieten die Möglichkeit, eigenhändig Holz zu schlagen und somit für den nahenden Winter vorzusorgen.

Sicherheit geht vor beim Holzmachen
Für so manchen Städter samt Familie ist es ein besonderes Erlebnis: Nach vorheriger Terminabstimmung hinaus in den Wald fahren und die Baumstämme transportfertig aufteilen. Mit einer Motorsäge geht die Arbeit schnell und sicher von der Hand. Allerdings setzen die Förstereien den Besuch eines Motorsägenkurses voraus. Oft wird diese Sicherheitsschulung direkt von den Revierförstern angeboten. In jedem Fall gehört zur Sägearbeit eine gute und vollständige Schutzausrüstung, vom Helm und Gesichtsschutz über Handschuhe bis hin zu solidem Schuhwerk und einer Schnittschutzhose.

Robustes Werkzeug für den Einsatz im Wald
Bei Werkzeugen liegen die Qualitätsunterschiede oft im Detail. Benzin-Kettensägen etwa verfügen über die nötige Kraft, um dicke Stämme zu bearbeiten, und sind gleichzeitig sehr mobil – ganz ohne Kabelwirrwarr wie bei strombetriebenen Modellen.



Kettensägen haben sich über viele Jahre bewährt und gelten als  robust. Die Maschinen sind besonders leistungsstark und auch für Einsätze unter widrigen Bedingungen geeignet. So werden etwa Vibrationen der Kettensäge effizient gedämpft, um Arme und Hände bei längerem Arbeiten im Wald zu schonen.

Wichtig für das sichere Arbeiten mit einer Kettensäge: Das Schnittholz sollte stets fest aufliegen, das Sägen über Kopf ist tabu. Zudem empfiehlt es sich, die Kettensäge immer mit zwei Händen und an den dafür vorgesehenen Griffen gut festzuhalten. Wer die Ratschläge befolgt, dem gelingt das Holzschneiden
sicher und im Handumdrehen.

Kaminholz schlagen im Vest
Ofenfertiges Kaminholz kann jeden Freitag zwischen 13 und 16 Uhr und an jedem ersten und dritten Samstag im Monat von 10 bis 13: Uhr am Heidhof in Bottrop-Kirchhellen erworben werden.

Ofenfertiges Kaminholz (30 Zentimeter für Selbstabholer: luftgetrocknet: 75 Euro/SRm, kammergetrocknet: 80 Euro/SRm

Brennholz können Sie auch selbst herstellen. Entweder aus bereits gefällten Bäumen (Restholz, Kronenholz) zu einem Preis von 20 bis 35 Euro pro Raummeter, oder aus von Ihnen selbst zu fällenden Bäumen für 15 bis 30 Euro pro Raummeter.

Informationen beim Forsthof Haard, Tel. 02364/92030 (djd)
 


ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    10. Februar 2019, 18:00 Uhr
    Aktualisiert:
    10. Februar 2019, 18:01 Uhr
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