Gewusst, wie!: So vermeiden Sie Schimmel im Bad

Das Problem kennt jeder: In Feuchträumen, bevorzugt im Bad, bildet sich regelmäßig Schimmel. Wer einige Dinge beachtet, kann Schimmel allerdings vermeiden.

  • Schimmel im Bad

    Bei einer luftdichten Bauart entsteht gerade im Bad häufig Schimmel. Vermieter können in dem Fall nicht erwarten, dass öfter als dreimal am Tag gelüftet wird. Foto: Franziska Gabbert

Durch eine hohe Luftfeuchtigkeit im Bad entsteht leicht Schimmel. Dagegen hilft Stoßlüften. Aber auch Schmutz sowie kleine Hautpartikel bieten Pilzen einen guten Nährboden. Wer Schimmel vorbeugen will, sollte also regelmäßig und gründlich die Fugen, Ecken sowie Kunststoffdichtungen im Bad reinigen – insbesondere die Bereiche, in denen schnell Schimmel entsteht. Dies rät die Expertenorganisation Dekra. Beseitigt man dort das organische Material, entfernt man eine Grundlage für die Schimmelbildung. Ohne gründliches Putzen kann sich der Schimmel sonst im Silikon, Acryl, Mörtel oder in offenporigem Holz festsetzen.

Lüften des Raumes ist entscheidend
Nach dem Duschen herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit im Bad. Daher ist Lüften unerlässlich. Am wirksamsten ist dabei die Stoßlüftung, um die gesamte feuchte Luft aus dem Haus zu bekommen. Auch zu langes Lüften wäre falsch. Dann kühlen Räume bei niedrigen Außentemperaturen stark aus, sodass warme Heizungsluft an den Wänden kondensiert.

Schimmel im Bad

Am besten ist, mehrmals kurz stoßzulüften, bis die gesamte Luft ausgetauscht ist. Falsch wäre, Fenster über längere Zeit gekippt zu halten. Dann besteht die Gefahr, dass die Innenwände der benachbarten Räume so auskühlen, dass sich dort Feuchtigkeit absetzt.

Richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Warme Luft nimmt Feuchtigkeit besser auf als kalte. Wenn es draußen kühl ist, sollte im Bad zwischen dem Lüften geheizt werden, rät Birgit Holfert, Energieexpertin der Verbraucherzentrale.  Die optimale Temperatur im Badezimmer liegt zwischen 21 und 23 Grad. Die Luftfeuchtigkeit sollte 60 Prozent nicht überschreiten. Zusätzlich bleibt der Raum am besten trocken.

Duschwände öffnen, Handtücker trocknen
Duschwände sollten nach dem Duschen geöffnet bleiben. Ebenfalls begünstigten dauerhaft feuchte Handtücher die Ausbreitung von Schimmel. Um dem vorzubeugen, sollten sie nach dem Duschen so platziert werden, dass sie schnell trocknen können. (dpa)